Die Regionale Schule Sassnitz lässt die Puppen tanzen

Wer kennt sie nicht, die Augsburger Puppenkiste? Dieses Marionettentheater nimmt mit den Figuren Jim Knopf und Urmel einen festen Platz im kulturellen Gedächtnis der Bundesrepublik ein. Nur wenige wissen, dass es sich beim Marionettenspiel um eine seltene Kunst handelt. Es gibt nur sehr wenige Orte, an denen man sie erlernen kann. Somit beherrscht auch nur eine geringe Zahl an Menschen diese Form der darstellenden Kunst. Deshalb ist es heute eine Besonderheit, wenn man ein Marionettentheater erleben kann. Und so freutesich die Regionale Schule Sassnitz, dass sie den Lernenden der fünften und sechsten Klassen in diesem Jahr bereits zum dritten Mal dieses Vergnügen bereiten konnte. Am Mittwoch, dem 08.07.2026, präsentierte das Marionettentheater Bille den Schülerinnen und Schülernder einzelnen Jahrgangsstufen jeweils ein Märchen der Brüder Grimm: Während die fünften Klassen „Einer, der auszog, das Gruseln zu lernen“ ansah, kamen die sechsten Klassen in den Genuss des Märchens „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“. Konzentriertfolgten die Schülerinnen und Schüler dem Geschehen auf der Bühne, welches vor allem den Fünftklässlern mal einen Ausdruck gespannter Aufmerksamkeit, mal ein amüsiertes Schmunzeln ins Gesicht zauberte. Bei einigen Lernenden erzeugte auch der technische Aspekt des Spiels Neugier. Besonders interessierte sie dabei,wie der Marionettenspieler hinter der Bühne verschwindet und von dort die liebevoll geschnitzten, bemalten und kostümierten Figuren über Fäden, Stäbe und Mechaniken durch das detailreiche Bühnenbild führt. So erhaschten einige Schülerinnen und Schülerbeim Hinausgehen einen Blick hinter die Bühne, wodurch sie einen Eindruck vom hohen technischen Anspruch dieser Theaterkunst gewannen. Dementsprechend war der Besuch des Marionettentheaters Bille nicht nur unterhaltsam, sondern auch lehrreich. Dafür möchte ich mich im Namen der Regionalen Schule Sassnitz herzlich bedanken. Dass die Lernenden der fünften und sechsten Klassen regelmäßig in den Genuss dieser seltenen Kunstform kommen, verdankt die Schule dem Einsatz von Frau Müller, die als Leiterin des Fachbereiches Deutsch das gefragte Marionettentheater immer schon ein Jahr im Voraus organisiert. Unser Dank gilt in diesem Jahr auch den Schülerinnen und Schülern des Produktiven Lernens, die durch das Einräumen der Aula zum reibungslosen Ablauf und zum Gelingen des Tages beigetragen haben.

Ulrike Tirschler

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Veröffentlichung

Mo, 27. Juli 2026

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